40 Jahre hydrologisches Versuchsgebiet Pöllauer Tal

Seit dem Jahr 1979 ist das Pöllauer Tal ein hydrologische Versuchsgebiet

Das Klima im Pöllauer Tal ist charakteristisch für das steirische Alpenvorland: Starkregen im Sommer, wenig Niederschlag im Winter.

„Das Pöllauer Tal ist eines der größten und längsten hydrologisch beobachteten Gebiete in Österreich. Die Erreichbarkeit und die Zusammenarbeit mit Einzelpersonen aus der Bevölkerung schaffen optimale Voraussetzungen für das Gelingen unserer Arbeit“, so DI Dr. Gerald Krebs der Technischen Universität Graz, Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau. Die installierten Messeinrichtungen (Wetterstation, Niederschlagsmessstationen und Pegelmessungen) werden vom Hydrographischen Dienst der Steiermärkischen Landesregierung und der Technischen Universität Graz betreut.

Die erhobenen Daten aus diesem Messnetz erlauben eine Untersuchung von kleinräumigen Prozessen. Gleichzeitig werden die Ergebnisse auf unbeobachtete Einzugsgebiete übertragen. Auf diese Weise wird zu einem effektiven Hochwasserschutz beigetragen.

Zukünftig werden vermehrt Untersuchungen zur räumlichen Niederschlagsintensität und deren Einfluss auf die Niederschlags-Abfluss-Modellierung durchgeführt.

Im Zuge des Projektes Klimawandelanpassungs-Modellregion „KLAR! Naturpark Pöllauer Tal“ werden weitere Wetterstationen in der Region installiert. Die Wetterdaten können dann in Echtzeit auf der Homepage der beiden Naturparkgemeinden (www.marktgemeinde-poellau.at und www.poellauberg.at) abgerufen werden.

Pegelmessstation am Saifenbach (Foto: Gerald Krebs – TU Graz)
Meteorologische Zentralstation Heiling mit den unterschiedlichen Messgeräten (Foto: KLAR Naturpark Pöllauer Tal)

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programmes „Klimawandel-Anpassungsmodellregionen“ durchgeführt.